Stieglbahn, Lehen-Maxglan

Die Stieglbahn vom Lehener Güterbahnhof über Maxglan in die Stieglbrauerei wurde 1919 als reine Güterbahn gebaut und das ist bis heute so geblieben. Personenverkehr gab es bisher ganz selten. Ein herausra-gendes Ereignis war das 500-Jahr-Jubiläum der Salzburger Stieglbrauerei, bei dem zum Festwochenende 1992 viele tausend staunende Besucher mit dem Dampftramwayzug der Museumstramway Mariazell vom Lehener Güterbahnhof bis in die Stieglbrauerei gefahren sind.

Die damalige Landesrätin Gabi Burgstaller veranstaltete einen Tag der Offenen Tür. Dabei wurden zwischen Lehen Güterbahnhof und der Stieglbrauerei Publikumsfahrten mit Triebwagen Reihe 5047 mit den Unterwegs-Haltestellen „Kleßheimer-Allee“, „Siezenheimer-Straße“ und „Innsbrucker Bundesstraße“ gefahren. Bei allen diesen Fahrten stieß das Interesse auf ein gewaltiges Echo aus der Bevölkerung. Plötzlich wurde allen bewusst, dass es auch aus dem Raum Kendlerstraße, Flughafen, Maxglan und Taxham ein großes Potential an Fahrgästen Richtung Salzburg Hauptbahnhof gibt.

Würde man diese Stieglbahn mit Zügen über den Hauptbahnhof Richtung Hallein durchbinden, könnte das eine leistungsfähige Regionalstadtbahn-Linie, auf einer bisher nicht benützten Relation, viele Fahrgäste zum Umsteigen vom Auto auf den öffentlichen Verkehr bewegen.

Salzburg AG Verkehr erstellte sinnvolles Konzept

Die Stieglbahn

Die Stieglbahn

Wie schon bei der Verlängerung Ostermiething – Burghausen hat die Salzburg AG Verkehr, unter dem da-maligen Verkehrsdirektor Gunter Mackinger, auch für die Stieglbahn ein weitblickendes und stark zukunftsorientiertes SPNV-Projekt mit Zweisystem-Triebwagen erarbeitet. Zu diesem Zeitpunkt wurden, durch die Einstellung der Bahnlinie Lambach – Haag/Hausruck, der „Haager-Lies“, die dort bisher verkehrenden Zweisystem-Triebwagen frei, die seit damals, nach einem Intermezzo auf dem Semmering, im Linzer Hauptbahnhof am Abstellgleis wieder auf bessere und sinnvolle Einsatzmöglichkeiten warten. Dieses sinnvolle Konzept wurde von der Stadt Salzburg bedauerlicherweise verworfen.

Vorlaufbetrieb mit Zweisystem-Triebwagen der Haager-Lies

Die Nutzung dieser bestehenden Schienenstrecke im Regionalstadtbahn-Netz ist eine sehr einfache, relativ simple und vor allem kostengünstige Möglichkeit, attraktiven Schienennahverkehr sehr kurzfristig Realität werden zu lassen. Man könnte mit einem stündlichen Pendelverkehr zwischen Salzburg Hauptbahnhof und „Stieglbrauerei“ über die bestehenden S-Bahn-Stationen „Salzburg-Mülln-Altstadt“ und „Salzburg-Aiglhof“ bei den Landeskrankenanstalten und die neu zu errichtenden einfachen Haltestellen „Kleßheimer-Allee“, „Siezenheimerstraße“ bzw. „Innsbrucker Bundesstraße“ beginnen. Dazu wären die Triebwagen der „Haager-Lies“ sofort einsetzbar.

Flügelkonzept mit Stieglbahn und S3

Im Vollbetrieb im Regionalstadtbahn-Netz wäre das „Trennen & Vereinigen“, also das „Flügeln“, der Linie S3, von Golling nach Berchtesgaden, der einzigen Regionalstadtbahn-Linie, die nicht durch den Tunnel fährt, die sinnvollste Lösung. Dabei werden dann Regionalstadtbahn-Triebwagen, analog der Fahrzeugfamilie „TramTrain Alpin“, zum Einsatz kommen und zwar dann im Halbstunden-Takt.

Kommentare sind geschlossen