„Stadtbahn Braunau“ – bestehende AMAG-Anschlußbahn

Sehr selten hat man die Chance, eine bestehende Anschlussbahn, die man für den Personenverkehr neu erschließen kann und die in dicht besiedeltem Gebiet, neben einem pulsierenden Industriegebiet und am Ende der Strecke ein Aluminiumwerk und auch noch eine Gemeinde Ranshofen vorzufinden. Meist muss man eine Schienentrasse suchen und finden, Grundstücke ablösen und für den Bau der Strecke viel Geld in die Hand nehmen. In der oberösterreichischen Stadt Braunau am Inn besteht so eine halbkreisförmige Anschlussbahn zum AMAG-Aluminiumwerk, mitten durch den stark besiedelten Stadtteil Laab und vorbei an den großräumigen Industriestandorten nahe dem Einkaufszentrum „Innpark“. Selbst der historische Ortskern von Ranshofen ist vom AMAG-Werk mit der Citybuslinie 3 in zwei Minuten erreichbar. Im Bereich Laab bis Innpark besteht ein gewaltiges Fahrgastpotential an Wohnbevölkerung, Pendlern und Einkaufsverkehr. Derzeit verkehren dort gegenläufig im Ring ab Braunau Stadtplatz die Citybuslinien 1 und 2.

Die „Stadtbahn Braunau“, ein weitblickendes Projekt

Dieses Anschlussbahngleis bietet sich für die Bedienung im Personenverkehr förmlich an, besonders, wenn alle Zugangswege zu allen möglichen Bahnstationen weitestgehend jetzt schon möglich sind. Die „Stadtbahn Braunau“ ist ein weitblickendes Projekt im Regionalstadtbahn-Netz Salzburg, in Zusammenhang mit der Bestandsertüchtigung und Elektrifizierung der Mattigtalbahn und der Bahn Richtung Braunau nach Simbach/Inn. Jede Station der „Stadtbahn Braunau“ von „Rainerstraße“, „Laab“, „Flurstraße“, „Dietraching“, „Optimo“, „Braunau-Kristall“, „Braunau-Techno-Z“, „Innpark-Himmellindach“, „Ranshofen-AMAG“, „Ranshofen am Hang“ und „Ranshofen AMAG-Haupttor“ hat ein sehr starkes Fahrgastpotential, sogar innerhalb der Stadt Braunau. Da die Citybus-Ringlinien 1 und 2 relativ abseits der Bahn fahren, sind diese nicht durch die Bahn zu ersetzen, sondern sind eine optimale Ergänzung zur „Stadtbahn Braunau“! Eventuell erscheint es sinnvoll, die Linienführung dieser Ringlinien aufzubrechen und mit einer Wendeschleife beim Berufsförderungsinstitut Braunau Industriezeile 50, nahe dem Innpark, an die „Stadtbahn Braunau“ anzuschließen.

„Trennen & Vereinigen“ im Bahnhof Braunau/Inn

Es macht Sinn, die Regionalstadtbahn von Mühldorf/Inn – Marktl und Simbach/Inn nach Ranshofen durch-zubinden. Der von Salzburg über die Mattigtalbahn ankommende Regionalstadtbahnzug wird im Bahnhof Braunau mit dem Mühldorfer-Wagen vereinigt und gemeinsam über die „Stadtbahn Braunau“, bis „Ranshofen AMAG-Haupttor“, weitergeführt. Bei der Endstation „Ranshofen AMAG-Haupttor“ wird, aus fahrplantechnischen Gründen, eine kombinierte Bahnhofs-Wagenhalle zum Abstellen von vier Achtachs-Regionalstadtbahn-Triebwagen benötigt. Diese Bahnhofs-Wagenhalle ist nahezu identisch zum Bahnhof „Trimmelkam“ auf der Salzburger Lokalbahn. Sie ist gleichzeitig ein eleganter Witterungsschutz für die Fahrgäste und andererseits eine zweigleisige Abstellmöglichkeit für je zwei Stadtbahn-Gelenktriebwagen. Das Konzept „Stadtbahn Braunau“ wurde gemeinsam mit dem Verein „Lebenswertes Mattigtal“ und dem Verein S-Bahn Salzburg erarbeitet.

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