Schiene als Alternative zur Straße

Salzburg hat scheinbar ein unlösbares Problem, den STAU. Das Zauberwort dabei heißt „scheinbar“, weil es hat den Anschein, dass man in Salzburg darauf wartet, bis sich das Problem von selbst löst.

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Neutor mit Obus

Das wird natürlich nie passieren. Salzburg ist aus dem Grund Weltkulturerbe, weil die mittelalterliche Altstadt und die Festung nahezu unbeschadet, über die Jahrhunderte, erhalten geblieben sind. Sieht man von den Bombentreffern am Dom und dem Kaiviertel ab, haben die Bombenangriffe des Zweiten Weltkrieges in der Altstadt relativ wenig Zerstörungen bewirkt. So ist das mittelalterliche Straßennetz, mit engen Gassen, in der Salzburger Altstadt erhalten geblieben. 

Um die Salzburger Altstadt mit den Lebensmitteln der Maxglaner Bauern versorgen zu können, wurde bereits von 1764 bis 1766 das „Neutor“ oder „Sigmundstor“ durch den Mönchsberg gebaut. Das Neutor gilt als drittältester Tunnel in Europa. Somit ist Salzburg vermutlich die erste Stadt Europas überhaupt, die bereits damals ihr Verkehrsproblem mit einem Tunnel löste.

Heute strömen täglich abertausende Pendler und Touristen in die Stadt, unabhängig vom Binnenverkehr der Salzburger Stadtbevölkerung.

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Doppeltraktion Lokalbahn
Foto: Gunter Mackinger

Die mittelalterlichen Straßen sind für den heutigen Autoverkehr absolut ungeeignet und Straßenneubauten sind in der Altstadt völlig unmöglich und auch nicht sinnvoll. Die alltäglichen Stauereignisse und die kompletten Verkehrszusammenbrüche im Spätsommer und am 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit) zeigen auf, dass der Pkw-Verkehr die Mobilität in Salzburg längst nicht mehr gewährleisten kann, ja sogar blockiert. Eine der allerwichtigsten politischen Aufgaben ist die Lösung des Verkehrs und vor allem der Stauplage. Den Bürgern der Stadt muss die Mobilität wiedergegeben werden. Mit dem Straßenverkehr geht das nachweislich nicht. Die Alternative heißt „Schiene“.

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Schienenverkehr ist Umweltschutz

Wenn auf der Straße kein Platz mehr ist, braucht es einen anderen unabhängigen Fahrweg, die Schiene im Tunnel.

Nachdem in Salzburg neue Busspuren politisch nicht mehr durchsetzbar sind, kann auch der innerstädtische ÖPNV, der Obus, die Leistungsfähigkeit nicht mehr erhöhen! Ausschließlich das Regionalstadtbahn-Netz mit Innenstadttunnel ist in der Lage, über 20.000 Menschen pro Stunde in und durch die Altstadt zu bringen, ohne die Altstadtstraßen zu belasten. Der Innenstadttunnel der Regionalstadtbahn ist die einzige mögliche und vor allem leistungsfähige Alternative zur Straße und dem STAU, der die Lebensqualität und vor allem die Gesundheit der Salzburger Bürger beeinträchtigt.

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