S3 Paß Lueg – Golling – Hallein – Parsch – Salzburg Hbf – Freilassing – Bad Reichenhall – Berchtesgaden

S3 Paß Lueg - Golling - Hallein - Parsch - Salzburg Hbf - Freilassing - Bad Reichenhall - Berchtesgaden

S3 Perlenschnur Süd

Mit der Einführung der S-Bahn Salzburg wurde mit der S3 von Golling über Aigen und Parsch nach Salzburg und weiter Richtung Bad Reichenhall nach Berchtesgaden, auch auf Staatsbahnstrecken, moderner Nahverkehr eingerichtet. Eines der Erfolgsmodelle ist die Innenstadt-West-Ost-Achse Salzburg – Freilassing. Mit dem Bahnhof Salzburg-Taxham-Europark wurde, nach dem Salzburger Hauptbahnhof, die meistfrequentierte Haltestelle (ca. 5.000 Fahrgäste/Tag) im Bundesland Salzburg geschaffen. Die S3 hat folgende Charakteristika, die eine erfolgreiche S-Bahn ausmachen, wie man es auch von der Salzburger Lokalbahn kennt:

  • Klar definierte Nahverkehrsstrecke (S-Bahn-Strecke) mit Taktfahrplan
  • Konsequenter Halbstundentakt von der Frühe bis abends
  • Halt an allen Haltestellen (gegebenenfalls mit Haltewunschtaste)
  • Haltestellen an allen Siedlungsschwerpunkten
  • Moderne sprintschnelle Nahverkehrstriebwagen mit mind. 1 m/sec² Beschleunigung
  • Exakte symmetrische Abfahrtszeiten, sog. „Kantenzeiten“, (z.B. Minuten 14/44)
  • Umsteigemöglichkeiten zu den regionalen Buslinien an den meisten Haltestellen
  • Tarif- und Fahrplan-Integration in den Salzburger Verkehrsverbund
  • Kennzeichnung der Haltestellen mit dem blauen S-Bahn „S“ [Foto]

Der schaffnerlose Betrieb ist kein Kriterium für eine S-Bahn! Diese Charakteristika gelten für alle S-Bahn-Linien, sind aber erst bei den Linien S1, S2 und S3 umgesetzt. Besonders markant sind die zusätzlich ein­ge­richteten neuen Haltestellen Salzburg-Mülln-Altstadt, Salzburg-Aiglhof, Salzburg-Taxham-Euro­park, Salzburg-Liefering, Salzburg-Sam, Puch-Urstein-FH, Hallein-Burgfried und Kuchl-Garnei.

Einige Haltestellen wurden verlegt, um sie zu Umsteigeknoten zum Stadt- und Regionalverkehr auszugestalten. Als besonders gelungenes Beispiel ist die Haltestelle „Salzburg-Gnigl“, die auf der „Schwa­benwirtsbrücke“, mit Lift und Treppen erreichbar, alle nach Osten ausfahrenden Regional­bus­linien Richtung Flachgau und Bad Ischl und die innerstädtischen Obuslinien 4 und 10, verknüpft [Fotos].

Markenzeichen der „S-Bahn“, das „Loch-Schi-Dach“ mit S-Bahn-Logo

Im Rahmen der Olympiabewerbungen für 2010 und 2014 hatte die Salzburger Architektengruppe „Halle1“ die grandiose Idee der Gestaltung des Bahnsteigdaches in Form eines „Lochschis“ mit S-Bahn-Logo in der Schischaufel. Mit der Neugestaltung des Bahnhofes Hallwang-Elixhausen auf der S2 wurde auch dort diese Gestaltungsform übernommen.

Das „U-Hakerl“, die Linie S3 nach Berchtesgaden

Die S3 ist heute schon eine vorbildliche Kooperation im SPNV zwischen Österreich und Deutschland, Konkret verbindet die S3 von Golling – Hallein – Aigen – Salzburg Hbf – Freilassing – Bad Reichenhall und Berchtesgaden in Bayern und Salzburg. Auf der Landkarte kann man die Linienführung in Form eines „U-Hakerls“ erkennen. Im Regionalstadtbahn-Netz mit Innenstadttunnel wird die S3 die einzige Linie bleiben, die nicht durch den Innenstadttunnel fahren wird. In den Bahnhöfen Hallein Hbf und Salzburg Hbf bzw. in der Haltestelle Salzburg-Mülln-Altstadt besteht die Möglichkeit zum Umsteigen zu allen anderen S-Bahn-Linien, die durch den Innenstadttunnel Richtung Altstadt bzw. Festung fahren.

Die S3 beweist bereits heute, welch wichtige Rolle dieses moderne SPNV-Verkehrsmittel in der Stadt und im Umland spielt. Gleichzeitig stellt sie eine wichtige Verbindung zum Eisenbahn-Fernverkehr über den Salzburger Hauptbahnhof dar. Ob die S3 in Zukunft mit CityJet-Triebwagen Reihe 4744/4746 oder mit Regionalstadtbahn-Triebwagen betrieben wird, ist noch in einer Wirtschaftlichkeitsberechnung zu klären.

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