S21 Simbach – Braunau – Mattighofen – Steindorf – Salzburg Hbf – Freilassing – Traunstein [ – Obing ] 

S21 Zielschild

S21 Perlenschnur West
S21 Perlenschnur Ost

Die einzige nicht elektrifizierte Zulaufstrecke unter den Eisenbahn-Korridoren in Richtung Salzburg auf österreichischer Seite ist die Mattigtalbahn zwischen Simbach/Inn, Braunau, Mattighofen und Steindorf bei Straßwalchen. Diese Strecke ist eine extrem wichtige Pendlerroute aus Oberösterreich in Richtung Salzburg. Besonders die Pendlerzüge in der Frühe Richtung Salzburg zeigen ganz eindeutig auf, wie viele Fahrgäste aus dieser Region kommen und in Salzburg arbeiten. Es fällt auf, dass die Bewohner im Bezirk Braunau, wie die Region offiziell genannt wird, mit der Aussage „in die Stadt fahren“ Salzburg meinen und nicht die eigene Landeshauptstadt Linz. Trotzdem ist diese Region ein wichtiger Teil des Landes Oberösterreich.

Dieselbetrieb mindert die Attraktivität der Bahn

Besonders seit Fahrplanwechsel 2017/18 fällt schmerzlich auf, dass der Dieselbetrieb heute nicht mehr zeitgemäß ist und den Fahrgästen längst nicht mehr zuzumuten ist. Seit diesem Fahrplanwechsel sind deutsche Dieseltriebwagen der Reihe 628.4 im Einsatz. Dies Fahrzeuge haben eine derart schlechte Beschleunigung, dass jeder Radfahrer den Zügen davonfährt, was selbst erlebt wurde. Warum diese lahmen Fahrzeuge aus Deutschland eingesetzt werden, wird mit der Tatsache begründet, dass die bisher im Einsatz befindlichen ÖBB-Dieseltriebwagen Reihe 2047 keine Zugsicherungsanlage PzB 90 haben und damit auf deutschen Bahnstrecken nicht zugelassen sind. Begründet wird das mit der 600-Meter-einbindung des dritten Gleises von Salzburg in den Bahnhof Freilassing. Ganz kann die Argumentation so nicht ganz stimmen, weil seit vielen Jahren due Triebwagen der Reihe 5047 die 2,6 Kilometer-Strecke Braunau über die Innbrücke ins bayerische Simbach/Inn gefahren sind.

Dieselbetrieb ist gescheitert, die Elektrifizierung ist unerläßlich

Mattigtalbahn

Mattigtalbahn

Der Unmut der Fahrgäste über die deutschen Dieseltriebwagen Reihe 628 auf österreichscher Strecke und die damit katastrophalen Fahrpläne haben einen Aufschrei und die Forderung des Endes des Dieselbetriebes gebracht. Die „ARGE Mattigtalbahn“ im Verein „Lebensraum Mattigtal“ hat schon vor Jahren ein Konzept einer Bestandsertüchtigung mit Elektrifizierung der Mattigtalbahn erarbeitet und der Politik bzw. den ÖBB vorgelegt. Für rund 70-80 Millionen Euro kann die gesamte rund 50 Kilometer lange Strecke grundlegend modernisiert werden. Die Elektrifizierung ist absolut unumgänglich, um den Einsatz von sprintschnellen Elektro-Triebwagen mit 1,1 m/sec² Beschleunigung zu ermöglichen.

Um die Beschleunigung und die Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h voll ausspielen zu können, ist es notwendig, einen Großteil der bestehenden Eisenbahnübergänge, den Eisenbahn-Kreuzungen, auf ein Minimum zu reduzieren. Eine Doppelspurinsel, um Verspätungen bei Zugkreuzungen ausgleichen zu können, ist im Bereich Munderfing und Stallhofen anzuraten.

Vom CityJet zur Regionalstadtbahn

Um die Elektrifizierung in den nächsten Jahren möglich zu machen, werden die sprintschnellen Elektrotriebwagen der Reihe 4744/4745, „CityJet“ genannt, kurzfristig zum Einsatz kommen müssen. Diese Elektro-Triebwaagen ermöglichen eine sprintschnelle Beschleunigung von 1,1 m/sec² und damit auch die Realisierung von den vier notwendigen und zusätzlichen Haltestellen St.Georgen-Burgkirchen, Geretsdorf, Schalchen-Römerfeld und Weinberg-Höllersberg. Mit dem Innenstadttunnel in Salzburg werden dann Regionalstadtbahn-Triebwagen mit ebenfalls 1,1 m/sec² Beschleunigung zum Einsatz kommen. Diese ermöglichen den Mischbetrieb ÖBB-Eisenbahn mit der Stadtbahn Salzburger Lokalbahnen.

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