Gaisbergbahn, die Zahnrad-Stadtbahn

Historische Gaisbergbahn

Historische Gaisbergbahn

Der Gaisberg ist schon seit frühesten Zeiten ein beliebter Aussichtsberg. Angeblich konnte man vor über 100 Jahren, bei klarem Wetter bis München sehen. So wurde es zumindest berichtet. Durch die Luftverschmutzung und die Inversionswetterlage im Salzburger Becken ist das längst Illusion. Trotzdem ist das Gaisberg-Plateau ein beliebter Ausflugspunkt geblieben, nicht nur für Paragleiter. Heute ist der Gaisberg ein paar Mal am Tag mit dem Gaisbergbus der Firma Albus erreichbar. Sonst ist, neben dem Zufußgehen, das Auto praktisch die einzige Möglichkeit, auf den Gaisberg zu gelangen.

Die alte Dampfzahnradbahn von 1887 bis 1928

Stuttgart Zacke

Stuttgart Zacke Haltestelle

Für besonders reiche Bürger, die selbst nicht zu Fuß gehen wollten oder konnten, gab es auf nahezu allen Aussichtsbergen sogenannte „Sesselträger“, die die betuchten Gäste in einem sänftenartigen Sessel auf den Berg trugen. Mit der Inbetriebnahme der dampfbetriebenen Gaisberg-Zahnradbahn ab 1887 verschwinden die Sesselträger. Die meterspurige Dampfzahnradbahn mit einer Zahnstange System „Riggenbach“ beförderte die Touristen, in großem Stil, auf den Gaisberg. So ist bekannt, dass auch einmal der damalige Schah von Persien auf den Gaisberg per Zahnradbahn fuhr.

Stuttgart Zacke auf der Strecke

Stuttgart Zacke auf der Strecke

Bereits 1928 kam der unbändige Autowahn mit grenzenlosen Straßenbaugelüsten auf. So ließ der damalige Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl die Gaisbergbahn abreißen und eine Straße auf den Berg bauen, die aber nur einige, die tatsächlich ein Auto hatten, nutzen konnten. Die Gaisberg-Zahnradbahn war die erste historische Bahn in Salzburg, die dem Straßenverkehr „geopfert“, eher „zerstört“, wurde.

Die neue Gaisberg-Zahnradbahn als Teil des Regionalstadtbahn-Netzes

In den letzten Jahren wurde über vielerlei neue Aufstiegshilfen auf den Gaisberg diskutiert. Von den logischen Seilbahnen über Roller-Coaster-Systeme bis hin zu modernen Zahnradbahnen war nahezu alles in der Diskussion. Entsprechend der Philosophie der Regionalstadtbahn, bestehende Systeme miteinander zu verknüpfen, war es naheliegend, in der Schweiz zu schauen, wo eine große Zahl an modernen Zahnradbahnen existiert.

Zahnradbahn Srbske Pleso - Haltestelle Tatransky Lieskovec

Zahnradbahn Srbske Pleso - Haltestelle Tatransky Lieskovec

Moderne Zahnradbahn-Fahrzeuge werden in der Schweiz aus modernen Nahverkehrs-Triebwagen weiter entwickelt, indem einfach die Antriebsdrehgestelle mit Zahnrädern ausgerüstet werden. Genau diese Idee wird auch in Salzburg übernommen. So werden bauartähnliche Triebwagen, wie auf der Salzburger Lokalbahn als moderne Stadtbahn-Triebwagen mit Zahnrad-Drehgestellen ausgerüstet. Der riesige Vorteil dabei ist, dass diese Regionalstadtbahn-Triebwagen z.B. von Hallein, durch den Innenstadttunnel bis zur Neuen Ischlerbahn bis Langwied fahren können, um dort in den Zahnstangenabschnitt Richtung Guggenthal und entlang der Gaisbergstraße bis zum Kobenzl (früher Judenbergalpe) zu fahren, um dort auf die alte Zahnradbahntrasse Richtung Zistelalpe und zum Gaisbergplateau abzuzweigen. Diese moderne Stadtbahn-strecke „S8 Gaisbergbahn“ mit Zahnradtriebwagen hat den großen Charme, Fahrgäste mitten aus der Salzburger Altstadt direkt und ohne Umsteigen auf das Gaisberg-Plateau zu bringen. Für Mütter mit kleinen Kindern ist die Gaisbergbahn eine willkommene Möglichkeit, sehr rasch aus der Stadt in die frische Luft auf den Gaisberg zu gelangen.

Zahnradbahn Srbske Pleso

Zahnradbahn Srbske Pleso

Zahnradbahn Srbske Pleso Bruecke Strba Csorba Tschirm

Zahnradbahn Srbske Pleso Bruecke Strba Csorba Tschirm

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