Die Idee, Bestehendes verknüpfen

Eigentlich ist es logisch, bestehende und langjährig bewährte Einrichtungen, konkret Nahverkehrssysteme, zu einem modernen funktionalen und komfortablen Gesamtsystem zu verknüpfen. Dazu gilt es vorerst einmal zu erheben und zu analysieren, welche Verkehrssysteme es im Verkehrsraum im Bundesland Salzburg und im Zentralraum um die Landeshauptstadt Salzburg, mit angrenzendem Bayern und Oberösterreich gibt. Dann ist zu eruieren, welche systemimmanente Voraussetzungen gibt es, was kann einfach übernommen werden und was muss erweitert (z.B. Innenstadttunnel) und angepasst (z.B. Strecken-Elektrifizierungen) werden.

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SPNV Bestandsnetz und Neubau

Ein Salzburgspezifikum ist die Kompetenzaufteilung der politischen Entscheidungsträger und dazu natürlich die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die im Einklang gebracht werden müssen. So ist, im Westen, die Stadtgrenze der Landeshauptstadt Salzburg gleichzeitig die Staatsgrenze zwischen Österreich und Deutschland. Diese Staatsgrenze geht mitten durch den Verkehrsraum im Zentralraum Salzburg. Für Eisenbahnen und Stadtbahnen gelten in Österreich die EisbVO und Strab-VO und in Deutschland EBO und BOStrab. Die Finanzierung von Eisenbahn-Infrastruktur durch die öffentliche Hand ist in Deutschland und Österreich völlig unterschiedlich geregelt. Hier Einigung zu erzielen, ist eine sehr ambitionierte Aufgabe, aber möglich, wenn Salzburg und Bayern an einem Strang ziehen.

Bestehende Eisenbahn-Zulaufstrecken auf die Landeshauptstadt Salzburg

Es gibt in Österreich drei Eisenbahnstrecken, die auf die Landeshauptstadt Salzburg zulaufen, mit der oberösterreichischen Mattigtalbahn sogar vier. Aus Bayern kommen weitere drei Strecken dazu. Damit gibt es folgende Bahnstrecken, mit folgenden Eisenbahn-Verkehrsunternehmen und deren jeweiligen Betriebsformen:

Tabelle Bestandsstrecken Regionalstadtbahn Salzburg

Tabelle Bestandsstrecken Regionalstadtbahn Salzburg

Der Regionalbusverkehr wird, im Wesentlichen, in Österreich von ÖBB-Postbus und in Bayern vom RVO abgewickelt. In der Landeshauptstadt Salzburg werden 146,45 Kilometer Obusnetz von den SLB/Salzburg AG betrieben, die Dieselbus-/Gasbuslinien von Dr.Richard/Albus. Die Idee, Bestehendes verknüpfen, bedeutet, dass auf den Korridoren Richtung Stadt Salzburg Bahnlinien für den Regional-Stadtbahn-Betrieb adaptiert und mit dem Innenstadttunnel verknüpft werden.

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Netz Triptychon Lokalbahn

Die Regionalstadtbahn definiert sich über Light Rail Vehicles, also Stadtbahnfahrzeuge analog der Salzburger Lokalbahn. Die Regionalbuslinien werden an den regionalen Bahnhöfen mit den Bahnen verknüpft und vielfach zu Tangentiallinien, mit teilweise neuen Strecken, ausgebaut. Die innerstädtischen Linien, speziell der Obus, werden ebenfalls an den Regionalstadtbahn-Innenstadttunnel angebunden. Gänzlich neue, nicht vorhandene Systeme, wie Magnet-Schwebebahnen, Gondelbahnen und Straßenbahnen, sind in Salzburg völlig vernachlässigbar und aufgrund der gebrochenen Verkehre nicht leistungsfähig genug.

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Netz Triptychon einst,heute,morgen

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