Das Herzstück des Gesamtnetzes, der Innenstadttunnel

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Linienplan S-Bahnen Regionalbahn Salzburg

Wenn man im großen Stil Autofahrer dazu zu bewegen will, auf den ÖPNV umzusteigen, benötigt man im Zentrum der Landeshauptstadt ein leistungsfähiges System, das in der Lage ist, über 10.000 Fahrgäste pro Stunde zu befördern.

Wenn man die Entscheidung für so ein mächtiges Verkehrssystem setzen will, muss man auch überlegen, ob es noch in 30 oder 50 Jahren den Anforderungen gewachsen sein wird. Um das allgegenwärtige, nahezu täglich auftretende Problem STAU in den Griff zu bekommen, ist das Ziel rund 50.000 Pkw-Fahrten pro Tag auf die Schiene zu verlagern. Auf diese Menge muss der innerstädtische ÖPNV ausgelegt werden. Dazu benötigt man ein Schienensystem, das dazu in der Lage ist, eben die Regionalstadtbahn.

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PGS Studie Haltestelle Staatsbruecke Lageplan

Wenn alle auf Salzburg zulaufenden Schienenstrecken gebündelt werden, ist die Innenstadtdurchfahrt klarerweise der „kritische Pfad“ in der Leistungsfähigkeit. Somit wird der Innenstadttunnel definitiv zum Herzstück im gesamten ÖPNV-Netz im gesamten Zentralraum Salzburg. Man muss sich nur vor Augen halten, dass die Mobilität in einem Verkehrsraum mit 1,5 Millionen Einwohnern sichergestellt werden muss, wozu der Straßenverkehr heute längst nicht mehr in der Lage ist.

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14 Magistrale für Europa

Innenstadttunnel ist das Herzstück der Verkehrsplanung

Das Herzstück „Innenstadttunnel der Regionalstadtbahn“ in Salzburg ist somit auch der Kern der Verkehrsplanung. Es muss klar sein, dass illustre Denkphantasien, wie Gondelbahnen, Straßenbahnen und sogar Busspuren den Anforderungen bezüglich Leistungsfähigkeit niemals gerecht werden können.

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PGS Studie Ansicht Nonntal

Heute bewegen sich die Obusse in der Innenstadt mit einem Reisemittel (Fahrt inkl. Halt) von rund 12 Kilometer pro Stunde. Eine vieldiskutierte Straßenbahn schafft gerade noch 15 km/h, wenn man das Geld dafür und den Platz für eine Trasse in der Innenstadt finden würde.

Die Regionalstadtbahn im Innenstadttunnel, die völlig unabhängig und kreuzungsfrei betrieben wird, kann zwischen den Stationen mit 60 km/h fahren, was mit den Halten zu einem Reisemittel von 42 km/h führt. Das ist mehr als das Dreifache der Obus-Geschwindigkeit. Dazu kommt noch, dass ein Regionalstadtbahnzug das Siebenfache an Fahrgästen befördern kann, als ein Bussystem. Somit erreicht die Leistungsfähigkeit des Systems Regionalstadtbahn im Tunnel das über 20-fache gegenüber dem Bussystem.

Erst mit der Inbetriebnahme des Regionalstadtbahn-Innenstadttunnels wird der flächendeckende STAU Vergangenheit sein

Mit dem sogenannten „Fahren auf elektronische Sicht“, dem vollautomatischen Bahnbetrieb, auf Basis der sogenannten „Linienzugbeeinflussung“ kann die Zugfolgedichte auf 45 Sekunden je Richtung verdichtet werden.

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PGS Studie Ansicht Alpenstraße

Das muss man sich immer vor Augen halten, weil das sehr wahrscheinlich in 20-30 Jahren nach Inbetriebnahme ein wesentlicher Faktor sein wird. Man sollte heute vorbeugen um sich später unnötige Vorwürfe in Bezug auf Kurzsichtigkeit zu ersparen.

Der Regionalstadtbahn-Innenstadttunnel wird also das Herzstück der Mobilität im gesamten Zentralraum Salzburg werden, in dem der leistungsfähige Schienenverkehr pulsieren kann. Erst dann wird in Salzburg der STAU Vergangenheit sein. Jedes weitere Zuwarten zum Bau der Regionalstadtbahn wäre demnach fatal!

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PGS Studie Haltestelle Herrnau

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